Zehn Dinge die Sie bis jetzt nicht über die Hackergruppe Anonymous wussten

Das Hackerkollektiv Anonymous hat bereits mehr als einmal für Schlagzeilen gesorgt. Angriffe auf Computerserver von Staaten, die Veröffentlichung von geheimen Material und andere Vorkommnisse hielten die Bürger und Politiker in vielen Staaten der Welt bereits in Atem. Dabei ist Anonymous ein oft undefinierter Begriff, über den es viel Unwissen und Halbwahrheiten gibt. Hier finden Sie deshalb zehn Fakten über das Hackerkollektiv, von denen Sie bis jetzt wahrscheinlich nichts wussten.

Sie haben keinen Anführer

Das Prinzip der Organisation ist, eine führerlose Gruppe darzustellen, die quasi ohne Leitung oder Hierarchie auskommt. Dadurch haben Sie den Vorteil, dass sie nicht wegen der Festnahme von ein paar leitenden Hackern außer Gefecht gesetzt werden. Gleichzeitig leben Sie dadurch ein Bild von Fairness und Gleichberechtigung vor.

Jeder kann Anonymous sein

Besondere Merkmale gibt es an dem Kollektiv nicht wenn es um seine Art zu handeln und seine Attacken geht. Meistens geben die Täter jedoch zu erkennen, dass sie selbst Anonymous wären. Das Problem: Jeder kann sich so nennen. Es handelt sich um keine eingetragene Schutzmarke, sondern vielmehr um einen Begriff der zunehmend inflationär bei Hackerangriffen verwendet wird. Solange der Täter behauptet Anonymous zu sein, war es das Kollektiv Anonymous.

Sie riefen zum Boykott von RTL auf

Nicht nur bloße Cyberattacken gehören zu den Tätigkeiten des Kollektivs. Unseriöser Journalismus und andere Dinge werden einfach mal kritisiert. So rief Anonymous nach einem Beitrag über die Gamescom zum Boykott des deutschen Fernsehsenders RTL auf, und drohte mit Konsequenzen. RTL entschuldigte sich anschließend dafür, die Besucher überwiegend unvorteilhaft dargestellt zu haben.

Sie hackten Staatsseiten des Irans

Um gegen die Menschenrechtsverletzungen im Iran zu protestieren, legte Anonymous kurzerhand einige Webseiten und Server des iranischen Staates lahm. Einen Monat nach der Attacke wurde bekannt, dass sie den Server des iranischen Außenministeriums gehackt haben. 10 000 E-Mails wurden so erbeutet.

Sie setzen sich für den Umweltschutz ein

Nicht nur Kritik an Verletzungen der Meinungsfreiheit und Menschrechtssituation wird geübt. Anonymous hilft auch bei Attacken gegen ihrer Meinung nach umweltgefährdenden Firmen durch Cyberangriffe mit. Das zeigte sich bei der „Operation GreenRights“, bei dem der US-Saatguthersteller Monsanto attackiert wurde. Veraltete Dokumente wurden veröffentlicht, die Webseite des Unternehmens wurde vorrübergehend lahmgelegt.

Attacken auf Nordkorea gehören zu ihrem Programm

Um ihre Forderung auf einen Abbau der Rüstung Nordkoreas und eine Demokratisierung des Landes zu unterstreichen, ging Anonymous zu Hackerangriffen über. Das Twitter-Konto der Regierung wurde gehackt, tausende Kontodetails der nordkoreanischen Propagandaseite uriminzokkiri.com wurden veröffentlicht.

Anonymous Italia ging gegen den Vatikan vor

Anonymous Italia zeigte sich offen gegen die Politik des Vatikans, Empfängnisverhütung und Schwangerschaft abzulehnen. Ihr Tatbestand war, die Webseite des Vatikans lahmzulegen.

Sie griffen israelische Seiten an

Offizielle Seiten der Regierung Israels wurden von Anonymous-Aktivisten angegriffen. Durch eine Vorbereitung seitens der israelischen Regierung waren die Schäden allerdings begrenzt. Deutsche Anonymous-Aktivisten distanzierten sich von der Aktion, die ihrer Meinung nach hauptsächlich aus den USA kommen würde.

Sie kritisieren GEMA und ACTA

Meinungsfreiheit und ein lockerer Umgang mit dem Urheberrecht gehören zu den Kernthemen der Organisation. Deshalb rief Anonymous einerseits weltweit zum Protest gegen das Programm ACTA auf, ebenfalls aber das nur Deutschland betreffende GEMA, das freie Satire, Veränderung und künstlerische Herausgaben im Internet sehr erschweren würde.

Sie hatten eine Facebook-Seite

Die Facebook-Seite „Anonymous Deutschland“ wurde bis 2012 von Anonymous-Aktivisten betrieben. Danach war sie laut Aussagen von Anonymous-Aktivisten aber nicht mehr im Besitz des Kollektivs und wird genutzt um negative Stimmung gegen Muslime und Flüchtlinge zu erzeugen.

Continue Reading

Hacken: Sollten Sie es lernen, um selbst vor Hackerangriffen geschützt zu sein?

Hacking ist eine Wissenschaft für sich. Die meisten Menschen kennen sich mit dem Hacken weniger aus als mit dem Mischen von Giftstoffen. Für den Computer und die eigene digitale Sicherheit ist Hacking aber sicher nicht weniger gefährlich als Gift. Für Geschäftsleute, Unternehmer und Menschen die im Internet beruflich tätig sind, ist Hacking und die damit verbundenen Attacken natürlich besonders gefährlich. Um möglichen Angriffen vorbeugen zu können, versuchen manche Menschen Hacking zu lernen, um sich davor schützen zu können. Lohnt sich das allerdings, oder ist es empfehlenswerter, einfach einen IT-Sicherheitsspezialisten einzustellen?

Sicherheitslücken erkennen

Hacking lernt man natürlich nicht von heute auf morgen, es ist eine aufbauende Wissenschaft. Die Grundlagen zeigen aber eindrucksvoll, welche Programmiermöglichkeiten es gibt, und wo mögliche Fehler liegen können. Bereits von Beginn lernt man also, Schwächen in einem Quellcode oder der Programmierung einer Webseite auszunützen.

Natürlich gibt es verschiedenste Möglichkeiten um zu hacken. Letztendlich zielen sie aber alle darauf ab, Schwächen auszunützen und dadurch an Informationen oder gleich in das Innere eines Programmier- oder Administratorsystems zu kommen. Diese Schwachpunkte und verwundbare Punkte im System einer Webseite, einem Server oder einer anderen Form von IT-Struktur sind nicht nur von selbst zu erkennen, sondern auch sofort auszubessern. Zumindest die Schwachpunkte des Systems kann man mit einer Basis an Wissen im Hacking erkennen – und sich so vor Attacken schützen.

Experten rekrutieren oder lieber selber probieren?

Die Frage stellt sich aber, ob man die ganze IT-Sicherheit nicht lieber Experten überlassen sollte. Die Antwort ist hier weder zu hundert Prozent ja noch nein. Spezialisten in dem Bereich anzuheuern ist grundsätzlich eine gute Idee, aber man sollte das Projekt nicht einfach ohne eigenes Wissen einem Unternehmen überlassen. Deshalb ist es zumindest empfehlenswert, ein Grundwissen aufzubauen, bevor man die ganze IT-Sicherheitsstruktur auslagert.

Lernen Sie also zuerst, wie man Sicherheitslücken erkennt und enttarnt. Erlangen Sie Wissen über Programmieren und Cyberangriffe – wenn es nur die Grundbasis ist, reicht das vollkommen! Gehen Sie erst dann zu einem IT-Experten. Das wird Ihnen nicht nur mehr Möglichkeit geben, auf Augenhöhe mitdiskutieren zu können, sondern auch finanziell möglicherweise von Vorteil sein. Wissen Sie von dem Schweregrad des möglichen Angriffs, der Programmierstruktur und dem Quellcode ihrer Webseite, müssen sie sich von niemanden die Welt neu erklären lassen.

Kosten sparen, selbst mitplanen können

Im Gegenteil, Sie sind in der Lage Projekte und Lösungen selbst zu erörtern. Zwar können Sie vielleicht das Projekt nicht selbst umsetzen, wissen aber von den Strategien und Taktiken die notwendig sind um zur Lösung zu kommen. So kann Ihnen kein IT-Experte versichern, dass er für ein Projekt, das normalerweise ein paar Stunden dauert, 25 Stunden bezahlt werden muss. Sie sparen Geld und haben bedeutsam weniger Risiko, unnötig Geld auszugeben.

Sinnvolle Investition für langfristige IT-Beteiligung

Ist das Internet ein Teil ihres Geschäfts lohnt es sich, die Grundlagen von Hacking zu lernen. Der Sicherheitsaspekt ist ein Grund dafür, es lohnt sich aber nicht nur deshalb. Vor Kollegen, Klienten und anderen Firmen können Sie mit Ihrem Wissen punkten und zukünftige Projekte gleich mit einem neuen Wissen angehen. Ein Wissensvorsprung, der für Sie von Vorteil sein wird.

Continue Reading